Das Konzept der biologischen Medizin umfasst Systemische Diagnostik und Therapie.

Das bedeutet, daß es sich um eine Vorgehensweise handelt, bei der nicht wie in der klinischen Medizin einzelne Organe oder Symptome isoliert betrachtet werden, wo am Ende eine Auflistung einzelner Diagnosen beziehungslos aneinandergereiht, sondern ein biologisch sinnvolles Gesamtkonzept, also eine "systemische" Zusammenschau auf evidenzbasierter Grundlage angestrebt wird.

So ist zum Beispiel wissenschaftlich erwiesen, daß emotionale Zustände körperliche Auswirkungen haben können. Ein Beispiel ist die Stresstheorie nach Cannon und Selye.

Im Rahmen der biologischen Medizin wird diese Tatsache z.B. im Stressmanagement berücksichtigt, indem untersucht wird, welche physiologischen Reaktionen dysfunktionale Gedanken, Ängste und Gefühle auslösen. Auch ohne wissenschaftliche Ausführungen weiß jeder aus der Alltagserfahrung, daß er bei Angst z.B. feuchte Hände und/oder "kalte Füße" bekommt, flacher atmet, das Herz schneller schlägt, der Nacken sich verspannt ("die Angst sitzt jemandem im Nacken) u.s.w.

Das ist zunächst nichts krankhaftes, sondern eine völlig normale Reaktion, die der Anpassung an die gestellte Herausforderung dient. Erst, wenn solche Situationen auf der „funktionalen Ebene“, also im physiologischen Bereich über einen langen Zeitraum bestehen, können daraus auch auf „klinischer Ebene“ Krankheiten entstehen,wie z.B. Bluthochdruck, Magenübersäuerung, Rückenschmerzen, Infektanfälligkeit, Leistungsdefizit, Aufmerksamkeitsstörungen, Schlaflosigkeit u.v.m., eben die sogenannten Zivilisationskrankheiten. 

Die Kassenmedizin betrachtet dann normalerweise nur das „Endresultat“, also den „klinischen Zustand“, d.h. die organbezogene Seite des Problems und behandelt entsprechend mit Medikamenten zur Senkung des Blutdrucks, Hemmung der Magensäureproduktion, Schmerzmitteln, Antibiotika, Beruhigungsmitteln etc. Das ist zwar nicht falsch und zu Beginn der Behandlung manchmal (zusätzlich) erforderlich, aber das grundlegende Problem, aus dem diese Krankheiten letztendlich entstanden sind, ist die dysfunktionale Reizverarbeitung, also das Zusammenspiel zwischen Umwelteinflüssen und körperlicher Reaktion.

Die kassenmedizinische Grundversorgung berücksichtigt diese Zusammenhänge zwischen Umwelt und Individuum nur unzureichend. Insbesondere bei chronischen Beschwerden erweist sich die ärztliche Grundversorgung oft als unbefriedigend, weil hier etwas entscheidendes fehlt, nämlich die Berücksichtigung der individuellen Lebenswirklichkeit des einzelnen Patienten. Trotzdem kann es zu Beginn einer biologischen Behandlung manchmal erforderlich sein, die kassenmedizinische Medikation in Absprache mit dem Facharzt erstmal unverändert beizubehalten und im Heilungsverlauf die Dosierung anzupassen.

Da die Reizverarbeitung objektiv und reproduzierbar meßbar ist, hat der biologisch arbeitende Therapeut ein Instrument, mit dessen Hilfe er den Effekt einer therapeutischen Intervention direkt und quantitativ evaluieren kann. In der Praxis lassen sich auf diese Weise Behandlungseffekte von z.B. Entspannungsmethoden, Musiktherapie, Atemtherapie u.ä. direkt nach jeder Sitzung auswerten. Dies ist ein Vorteil gegenüber konventionell arbeitenden Musik- und Körpertherapeuten, die die Wirksamkeit ihrer Intervention oft erst nach mehreren Sitzungen bewerten können.

Somit findet nicht nur die Behebung des Symptoms statt. Es geht um Ihre Gesundung als Person. Das Verschwinden der Erkrankung ist hierbei positiver "Nebeneffekt".

Krankheit ist ein vielschichtiges Thema, eine einseitige Sichtweise ist hier nicht zielführend. Deshalb wird vor jeder Behandlung auch eine fachärztliche "Bestandsaufnahme" durchgeführt sowie der Therapieverlauf in Kooperation mit niedergelassenen, kassenmedizinisch tätigen Ärzten begleitet.

Somit ist Ihre Gesundheit jederzeit in Händen eines ganzen Teams von Experten mit langjähriger Erfahrung.

Erleben Sie Gesundheit in einer neuen Dimension!